Test: Arctic Breeze USB Desktop Fan

Einleitung

Auch wenn das Wetter bei strahlendem Sonnenschein noch so schön ist, hat es einen großen Nachteil für all diejenigen, die im Sommer hinter dem Schreibtisch sitzen müssen: Die Temperatur nähert sich langsam immer mehr der Außentemperatur an und die Stauung der Luft führt nicht selten zu einer hitzigen Arbeitsatmosphäre. Tischventilatoren können diesem Problem jedoch Abhilfe schaffen und eignen sich perfekt für den Arbeitsplatz, weil sie kaum Platz wegnehmen und sich an jedem Computer anschließen lassen.

Wir untersuchen nun den Arctic Breeze in der zweiten Auflage (links) und sehen uns an, was alles gegenüber dem Vorgänger (rechts) besser oder auch schlechter gelungen ist.

 

 Technische Daten

Lüfterdurchmesser 92 mm
Lüfterdrehzahl 800 – 1.800 U/min
USB Anschluss USB 2.0
Leistung 5 V * 0,2 A
Kabellänge 1,8 m
Gewicht 265 g
Garantie 2 Jahre (über Händler)

 

Äußere Eindrücke

Der Ventilator erinnert in seiner Bauweise stark dem eines Windkraftwerks. Die Farbgestaltung fällt recht unauffällig mit silbernen / weißen, matten Farbtönen aus. Der Hals stellt dabei die Ausnahme dar, welcher silbern glänzt.

Zum Vorgänger gibt es bisher keine großen Unterschiede, doch es gab auch einige Änderungen im Detail. Eine davon stellt der Boden des Lüfters dar; bei der Neuauflage gibt es nun zwei große Anti-Rutsch Pads, welche wesentlich vielversprechender Aussehen als beim Vorgänger.

Die wohl wesentlichste Änderung besteht bei der Drehzahlsteuerung. Statt eines Kippschalters, der zwei Betriebsmodi zuließ, gibt es nun eine stufenlose Regelung mit Drehpotenziometer.

Bei der Materialwahl gibt es auch leichte Unterschiede. Beim Vorgänger war noch die Oberfläche des Fußes und der Hals metallen, nun ist der Boden und der Hals aus Metall; der Rest ist jeweils Plastik. Optisch fällt die Neuauflage deshalb ein wenig hinter den Vorgänger. Einzig das neue Produktlogo auf der Lüfternarbe verschafft dem Lüfter ein moderneres Aussehen.

Erfahrungen

Die stufenlose Regelung fällt sofort als erstes auf und gefällt sehr gut. Es lässt sich praktisch jede Drehzahl zwischen 800 und 1.800 U/min einstellen, wodurch sich der Lüfter für jede Temperatur eignet. Positiv fällt außerdem auf, dass zum “Aus”-Zustand ein Widerstand überwunden werden muss, sodass auch die Minimaldrehzahl ohne große Frimelei eingestellt werden kann. Auf der Minimaldrehzahl läuft der Lüfter auch aus dem Ruhezustand problemlos an.
An dem Drehschalter konnten wir jedoch eine etwas unschöne Eigenschaft feststellen: Wenn zu viel Kraft aufgewendet wird und der Schalter zu fest nach unten gedrückt wird, wird das Drehen stark erschwert. Um wieder leicht drehen zu können, muss der Schalter nach oben gezogen werden. Wenn man sich dem bewusst ist, sollte das Problem jedenfalls nicht mehr auftreten.

Auf der Unterseite wurde zugunsten des Anti-Rutsch Pads auf die Möglichkeit verzichtet das Kabel einzurollen. Das Einrollen ist beim Vorgänger zwar nicht so gut geglückt, wenn der Ventilator jedoch häufig transportiert wird, hätte ein solches Feature sicher nicht geschadet.

Am USB Kabel gab es ebenso Änderungen. Es wurde zwar zum einen um ein gutes Stück länger, dafür wurde die Ummantlung auch etwas weicher, was die Wahrscheinlichkeit auf einen Kabelbruch erhöht.

Die Lüfterlautstärke ist wie beim Vorgänger ziemlich gut. Nebengeräusche fallen zu keiner Drehzahl wirklich auf, erst bei hohen Drehzahlen gibt es ein natürliches Rauschen (etwa ab dem letzten Drittel). Den einzigen Anlass zur Kritik gibt es, wenn der Lüfter zu stark nach oben geneigt wird, besser gesagt wenn der Lüfter aus der Senkrechten zum Waagrechten nach oben gekippt wird. Denn dabei fällt ein Rattergeräusch etwas störend auf.

Fazit

Mit der Neuauflage des Arctic Breeze bekommt der Käufer auch diesmal wieder eine angenehm frische Brise. Es gab an vielen Stellen gute aber auch weniger gute Änderungen. Zu den guten gehört v.a. die stufenlose Regelung, der feste Halt und das lange Kabel.
Weniger gut finden wir die Qualitätsmängel an mehreren Stellen. Diese sind beim etwas schlechteren Lüfter, beim Drehschalter und bei der schlechteren Kabelummantlung zu finden.

Aus diesen Eindrücken finden wir, dass der Ventilator v.a. für den Heimgebrauch gut geeignet ist, weil dort über die Mängel auch eher hinweggesehen werden kann als wenn der Ventilator oft transportiert wird.

Derzeit ist der Ventilator erst bei zwei Händlern gelistet und kostet etwa 10 €, weshalb mit einem noch etwas niedrigeren Straßenpreis ausgegangen werden kann. 8 – 10 € halten wird dafür fair und können den Ventilator empfehlen, sofern die Mängel nicht weiter stören.

 

Abschließend wollen wir uns bei Arctic herzlich für die Bereitstellung des Testmusters bedanken.