Neue Gerüchte über NVidias GK110 Gamerkarte

Und wieder einmal brodelt die Gerüchteküche. Diesmal ist NVidias Desktop-Grafikkarte auf Basis der GK110 GPU Gegenstand der Spekulationen. Als Name für das neue Flaggschiff aus dem Hause NVidia fällt immer häufiger „GeForce Titan“. Dieser soll sich vom Supercomputer „Titan“ herleiten, in dem bereits die Teslakarten vom Typ K20 auf Basis der GK110-GPU werkeln, die nun auch auf der neuen GeForce-Highend-Karte zum Einsatz kommen soll.

Die Produktpolitik NVidias war in dieser Generation doch recht unvorhersehbar, kam doch auf dem Flaggschiff GTX680 nicht, wie eigentlich üblich, der Vollausbau der GK100-GPUs zum Einsatz, sondern „nur“ der GK104, der dem Namen nach eigentlich die Nachfolge des GF104 bzw. dessen Refresh GF114 und somit der GTX460 und GTX560 antreten müsste. Der Logik folgend wäre das Produkt also eine GTX660 geworden.

Warum NVidia dieses mal jedoch für das Flaggschiff zu dieser Abstufung des GK100 gegriffen hat, darüber kann man nur spekulieren. Möglicherweise, weil es NVidia gelungen ist, mit diesem Chip eine Grafikkarte auf dem Leistungsniveau des Konkurrenzflaggschiffs Radeon HD7970 herzustellen und so sowohl bei Leistungsaufnahme als auch bei Produktionskosten aufgrund des kleineren Chips sparen konnte. Oder aber weil der GK110 aufgrund seiner Größe und Komplexität lange Zeit nicht die notwendige Yieldrate erreichen konnte, um in ausreichend Stückzahlen für den Massenmarkt hergestellt werden zu können.

Da der Name des Serien-Flaggschiffs also durch den GK104 in Form der GTX680 bereits vergeben ist und mit der Dual-GK104-Karte auch die Bezeichnung GTX690, wird nun über einen möglichen Namen spekuliert. Zum einen ist der Name „Titan“ in vielen Gerüchten zu hören, was darauf hindeutet, dass die GK110-Karte möglicherweise noch der Generation der GTX600 zuzuordnen ist. Zum anderen ist auch die Rede von GTX780, was insbesondere mit Blick auf die kürzlich von AMD vorgestellte Radeon HD8000-Serie, die ebenfalls auf die aktuelle Architektur der HD7000-Serie aufbaut, durchaus logisch wäre.

Auch hinsichtlich der Leistung gibt es zahlreiche Spekulationen, die der „Titan“ meist ein enormes Potential unterstellen. Die Gerüchte reichen hierbei von 85% der GTX690 bis deutlich schneller als die GTX690. Nun ist die GTX690 zwar die derzeit leistungsstärkste Grafikkarte, setzt sie doch auf gleich zwei GK104-GPUs, jedoch ist sie als Maßstab denkbar ungeeignet. So ist die Verwendung von zwei GPUs in einem SLI-Verbund (nichts anderes ist bei der GTX690 der Fall) sehr stark abhängig von der softwareseitigen Unterstützung der jeweiligen Anwendung. Sie kann mal 90% mehr Leistung als eine GTX680 mit nur einer GK104-GPU liefern, in einer anderen Anwendung aber durchaus auch nur 40%.

Auf der Tesla K20X verfügt der GK110 über 2.688 Shadereinheiten, insgesamt soll der GK110 sogar über 2.880 Shadereinheiten verfügen. Ob diese auf der “Titan” alle verfügbar sein werden, ist bislang nicht bekannt. Es kann durchaus vorkommen, dass nicht alle physikalisch vorhandenen Shader der GPU genutzt werden. So bietet z. B. die GTX480 480 Shadereinheiten, obwohl die verbaute GPU GF100 über 512 Shader verfügt.

Beim Speicherausbau spricht die Gerüchteküche teilweise von 6 GByte GDDR5 Ram. GDDR5 kann man wohl als sicher ansehen, jedoch ist die Größe von 6 GB recht hoch gegriffen. Hier hat sich die Gerüchteküche wohl an den Spezifikationen der Tesla-Version bedient, die tatsächlich über bis zu 6 GB verfügt. Allerdings ist üblicherweise die jeweilige Tesla-Version einer Grafikkarte mit mehr RAM bestückt als das Gamer-Modell. Wir vermuten hier eher 4 GB bei einer Anbindung von 512 Bit oder gar 3 GB bei einer Anbindung von 384 Bit.

Quellen: computerbase.de, nvidia.de