MSI A6400 im Test

 

Mit dem A6400 bringt MSI ein weiteres Notebook, was sich speziell an Personen richtet, die von ihren Geräten eine lange Akku Leistung erwarten, ohne dabei auf Leistung im alltäglichen Betrieb verzichten zu müssen. Neben einen ausdauernden Akku ist in dem Gerät ein I52410 M verbaut, der für die nötige Leistung sorgen soll. Gleichzeitig neben der Leistung soll dem Benutzer dieses Gerätes auch eine ansprechende Multimedialeistung geboten werden, damit auch auf längeren Zugfahrten der Lieblingsfilm in angemessener Qualität genossen werden kann.

Aber kann das MSI auch das halten, was es verspricht? Kann man mit diesem Gerät endlich unabhängig einer Steckdose auch Filme in Überlänge entsprechend erleben?

Genau das wollen wir im nachfolgendem Review über das MSI A6400 nachprüfen. Wir Wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

Wir möchten uns für die freundliche Unterstützung bei MSI bedanken.

 

Technische Daten

 

Das Herzstück des Notebooks ist ein Intel Core I5 2410. Er entspricht der Intel Sandy Bridge Architektur und taktet standardmäßig mit 2,3 GHz im Turbo Modus taktet er auf bis zu 2,9 GHz. Er besitzt zwei Rechenkerne die durch Hypertreading zwei weitere Kerne Simulieren so das letztlich 4 Threads zur Verfügung stehen. Den Kernen stehen dann 3 MB Cache zur Verfügung. Gefertigt wurde die CPU in 32 nm und besitzt eine maximale Abwärme von 35W.

Die Grafikberechnung wird durch die in der CPU eigenen HD 3000 durchgeführt. Die HD 3000 taktet mit 650 MHz und beherrscht DX 10 allerdings hat sie den Nachteil, dass sie sich mit dem Prozessor an sich den Level 3 Cache wodurch die reine CPU-Leistung etwas absinkt. Leistungsmäßig gesehen liegt die HD 3000 auf der Höhe einer Geforce 310 M wodurch Spiele die keine allzu hohen Anforderungen stellen kein Problem sein sollten.

Auf dem Mainboard welches von Pegatron kommt und die Bezeichnung P017 trägt sitzt ein HM 65 Chipsatz. Als Bios kommt ein American Megatrends zum Einsatz, welches sich im Auslieferungszustand auf Version 1.0 befindet.

Insgesamt ist in dem MSI A6400 4 GB Ram installiert. Dabei handelt es sich um zwei 2 GB Riegel von der Firma Hynix. Diese DDR 3 SDRAM läuft mit 1333 Mhz und wurde auf CL 8-8-8-22 eingestellt.

Als Display kommt ein 15,3 Zoll großer Monitor zum Einsatz. Er besitzt einen Gama Wert von 3,55 bei einer maximalen Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Am oberen Rand dieses Displays wurde eine 1,3 Megapixel auflösende Web Cam angebracht.

Die Daten werden auf einer 500 GB fassenden Hitachi gespeichert, welche mit 5400 U/min läuft und über Sata 2 angeschlossen ist. Ebenfalls mit an Board befindet sich ein Pioneer DVD RW Laufwerk, mit dessen Hilfe man DVDs lesen und beschreiben kann.

Als externes Netzteil kommt ein relativ kleines Delta electronics zum Einsatz Es liefert dem Notebook maximal 65W. Aufgrund der Tatsache das keine dezidierte Grafikkarte eingesetzt wird reicht das vollkommen aus. Denn in unseren Tests verbrauchte das Gerät nur maximal 55 W. Im Bild sieht man das kleine Netzteil im vergleich zu anderen.

 

Erster Eindruck/Lieferumfang

 

Geliefert wird das MSI A6400 in einen Schwarzen Karton, welcher relativ spartanisch bedruckt wurde. In ihm befindet sich neben dem Gerät noch eine kurze Bedienungsanleitung,ein Garantie Heftchen und ein 65W Netzteil. Weitere Beigaben wie das bei manchen Herstellern übliche Putztuch suchten wir vergebens ebenso wie eine Recovery DVD. Diese muss man sich beim ersten Systemstart selber erstellen. Jedoch fanden wir im Karton eine DVD mit den Gerätetreibern.

 

Das Gehäuse des Gerätes besteht ausschließlich aus Kunststoff, welcher im inneren sowie auf dem Deckel glänzend gehalten ist. Die gebürstete Aluminium Optik sieht relativ hochwertig aus jedoch ist sie leider wie bei vielen anderen Geräten auch sehr anfällig für Verschmutzung und Kratzern, die man zwar nicht so schnell wie auf schwarz glänzenden Oberflächen sieht, aber dennoch störend wirken kann, wenn das Gerät nicht regelmäßig gereinigt wird. Da dies allerdings Geschmackssache ist werden wir das nicht in unsere Wertung mit einbeziehen. Die Verarbeitung ist überall als gut zu bezeichnen. Mit einem Gewicht von 2,5 Kg ist das Gerät relativ leicht. Die Scharniere halten das Display sicher in Position jedoch ist ein Aufklappen mit einer Hand relativ schlecht möglich, was unserer Meinung aber verzeihbar ist.

Trotz dieses geringen Gewichtes wurde es stabil gefertigt so das es sehr verwindungssteif ist. Lediglich der Deckel lässt sich relativ leicht eindrücken. Die Tastatur ist ebenfalls recht stabil, wenngleich sie bei stärkerem Druck an manchen Stellen leicht nachgibt. Dies tritt allerdings während dem normalen Schreibbetrieb nicht auf.

 

Anschlüsse

An der Front des Gehäuses findet man lediglich den 7 in 1 Card Reader. Weitere Anschlüsse sucht man wie auch auf der Rückseite vergebens. Auf der rechten Seite sind

2 Klinkenanschlüsse für Mirco und Kopfhörer

2 USB 2.0 Anschlüsse

1DVD Laufwerk

Start Knopf

1 Anschluss für ein Sicherungsschloss

Angebracht. Vor allen der Seitlich angebrachte Startschalter gefiel uns da man das Gerät auf dem Schreibtisch mit einer externen Maus und Tastatur sowie einen Monitor zum Einschalten nicht mehr aufklappen muss.

Auf der linken Seite befindet sich

2 USB 3.0  Anschlüsse

1 HDMI Anschluss

1x VGA

1x Netzwerkanschluss

1x Stromanschluss

Somit sind Alle Anschlüsse vorhanden die man für den Alltäglichen Betrieb benötigt.

 

Betrieb

Nach Betätigen des Start Schalters leuchtet die Startschalter LED auf und auch die Status LEDS am linken unterem Rand für Festplatte usw. leuchten bzw. blinken. Durch Betätigen der entf Taste kommt man sofort in das BIOS. Allerdings kann man hier nur sehr wenig einstellen. Neben Uhrzeit und Datum kann der Besitzer lediglich noch das Bootmedium einstellen viel mehr ist dann nicht möglich.

Temps Lautstärke etc.

Kommen wir nun zu den Hitze Tests. Dabei belasten wir das Gerät mittels Prime für die CPU und Furmark für die Grafikkarte sowie beides zusammen für das ganze System mit 100% Auslastung um die Kühlung zu testen. Die Raumtemperatur betrug während unserer Tests immer 24°C. Die Temperaturen der Komponenten lesen wir mit dem Programm AIDA64 aus.

Im idle betrieb läuft das Notebook auf kleinster Lüfter Stufe und ist dadurch relativ ruhig.

Dabei lag die Temperatur des Intel I5 2410 M bei 47°C. Bei Spielen lag die Temperatur bei ca … °C

Und bei Vollast welche wir mit dem Programm Prime erreichten welches die CPU zu annähernd 100% auslastet, kommt die CPU auf…°C Bei dem Worst Case Szenario was Prime und Furmark entspricht lag die Temperatur bei …^°C. Bei letzteren Stufen lief das Gerät auf höchster Lüfterstufe. Jedoch war es immer noch ruhiger als einige andere Geräte im Idle. Das Gehäuse erwärmte sich auch bei diesen Tests nur unmerklich was neben den erreichten Temperaturen für eine durchaus gelungene Kühlung spricht.

Bilder vom Inneren des Notebooks konnten wir leider nicht machen da uns von seitens MSIs untersagt wurde das Gerät zu öffnen.

Display/Sound/Akku

Nachdem wir nun ausgiebig auf die Temperaturen des Gerätes geschaut haben wollen wir uns den Rest natürlich nicht entgehen lassen.

 

Display

Die Anzeige des MSI 6400 Ci507 S löst mit 1.366 x 768 Pixeln recht grob auf. Leider ist jedoch diese Auflösung vor allem im 15,6“ Bereich mittlerweile Standard. Für Filme kommt diese Art von Anzeige zwar entgegen aber der Nachteil offenbart sich, wenn man mit mehreren Fenstern gleichzeitig arbeitet.

Bei der Farbdarstellung muss man leider sagen das bestimmte Farben (Rot töne) nicht richtig zur Geltung kommen. Mit verantwortlich dafür ist der Schwarzwert von 1.26 cd/m² bei voller Helligkeit.

Trotz dessen ist das Display nicht unbedingt schlechter als die bei anderen Modellen verbauten, zumindest in dieser Preisklasse.

Damit ihr euch ein Bild von dem Display unter realen Bedingungen machen könnt, haben wir das Display bei normaler Zimmerbeleuchtung aus diversen Winkeln fotografiert. Dabei sieht man das in noch helleren Umgebungen das Arbeiten stark durch die Reflexionen erschwert wird.

Sound

Bei dem Öffnen des Gerätes fällt sofort die Lautsprecherleiste oberhalb der Tastatur auf.

Diese wurde mit SRS zertifiziert und sollen somit einen soliden Klang darstellen können.

Und das schaffen sie auch in gewissen Grenzen. Sie geben einen klaren Klang aus, auch wenn sie an manchen Stellen etwas dumpf und vor allem mittelbetont klingen. Das wird vor allem in Aktion reichen Filmen deutlich. Somit sind die Lautsprecher deutlich besser als die, die sonst in zu vergleichenden Geräten verbaut werden. Sie können aber nicht mit einer Heimkino Anlage oder dergleichen Konkurrieren da der Klangwiedergabe durch die Bauform sehr starke Grenzen gesetzt sind das merkt man spätestens bei tiefen Tönen.

Nichtsdestotrotz reicht es um Musik in kleinen Räumen entsprechend wieder zu geben oder sich alleine einen Film an zu sehen, wenn einmal keine größeren Lautsprecher zur Verfügung stehen. Ferner kann man auch mittels dem Equilizer noch einiges an Klang Qualität raus holen.

 

Akku

Um die Akkuleistung zu bestimmen, nutzen wir das Programm Batery eater und Testen mit einer DVD, wie lange das Gerät durchhält, bevor es sich ausschaltet.

Ohne das am Gerät etwas gemacht wird und nur die üblichen Hintergrund Programme laufen (Antivirensoftware, Treiber etc.) erreichen wir eine Laufzeit von 270min das stellt einen soliden Wert dar vor allem, wenn man bedenkt, das Wlan an war und auch da Display auf volle Helligkeit lief.

Sobald eine DVD-Wiedergabe dazu kommt, sinkt die Akkuleistung auf 210min ab, was jedoch ausreicht, um jeden Film zu Ende zu sehen und somit die ein oder andere Zugfahrt zu überbrücken.

Unter Volllast erreicht das MSI noch akzeptable 75 Minuten. Somit kommen die integrierten Stromspar Mechanismen von Intels Sandy Bridge CPUs hier zum Tragen allerdings profitiert das Gerät auch das keine zusätzliche Grafikkarte verbaut ist was der 3D Leistung natürlich zuträglicher wäre, auch wenn die Akkuleistung natürlich schmälern würde.

 

Touchpad

Wichtig zum Arbeiten, wenn man mobil ist, vor allem das Touchpad. Im MSI A6400 kommt somit ein Sentelic Touchpad mit einer Größe von 85 x 57 Millimetern und 98 Millimetern Diagonale zum Einsatz. Wie üblich beherrscht auch dieses Touchpad ein paar Multitouch-Gesten. Beispielsweise lassen sich Bilder mit zwei Fingern vergrößern oder verkleinern. Ähnlich also wie bei modernen Touchhandys. Die Oberfläche ist durch eine kreisförmige Riffelung angenehm aufgeraut. Der Mauszeiger lässt sich präzise darauf bewegen. Allerdings muss man sich an dieses Mauspad eine Weile gewöhnen den anfangs wirkt es noch etwas merkwürdig. Das ist vor allem der Riffelung zuzuschreiben. Die linke und rechte Maustaste sind in Form einer durchgehenden Wippe angelegt.

Insgesamt lässt es sich also angenehm bedienen und man ermüdet auch bei längeren Arbeiten mit ihm nicht zu schnell.

 

Tastatur

Im MSI A6400 wurde eine Chicklet Tastatur verbaut. Diese hat einen relativ weichen Anschlag, was aber durchaus angenehm ist. Auch die Größe der Tasten ist völlig o. k., wenn man von den Pfeiltasten absieht, die unserer Meinung leider etwas zu klein geraten sind. Direkt neben der Tastatur für die Buchstaben ist noch ein Ziffernblock eingelassen, der nahtlos an der Buchstaben tasten anschließt. Die Beschriftung der Tasten ist weiß jedoch wurden die Multifunktionstasten (FN) Grün beschriftet ähnlich dem Grün mit dem die Hinweis LEDs am Gerät leuchten. Insgesamt kann man die Tastatur als Gut bezeichnen zumal sie sich bei normalen Schreibtätigkeiten nicht durchbiegt. Dazu bedarf es einen etwas stärken Druck. Leider wurde der Zwischenraum zwischen den tasten in Schwarz und hochglänzend gehalten, was unweigerlich zu einer stark sichtbaren Verschmutzung führen wird, da diese Stelle schlecht zu reinigen ist.

 

Wlan.

Die verbaute Wlan Karte wurde am PCIe angeschlossen und entspricht den aktuellen N-Standard. Wir konnten sowohl in Gebäuden als auch außerhalb keine Probleme mit dem Empfang feststellen allerdings ist die Empfangsstärke unter Umständen schwächer als bei anderen Geräten.

 

Benchmarks.

Um die Leistungsfähigkeit der Komponenten festzustellen liesen wir ein paar ausgewählte Benchmarks laufen. Die 3D Benchmarks liefen auf 1280 x 1024 Pixel. Die Spiele und CPU Benchmarks liefen dann auf 1366 x 768 also der maximalen Display Auflösung dieses Gerätes.

Aufgrund der fehlenden dezidierten Grafikkarte können wir leider keine DX 11 Benchmarks laufen lassen zugegebener Maßen ist das MSI A6400 auch kein Spiele Notebook.

 

Vantage 6056

3Dmark 06  7385

Cinebench

Aufgrund dieser Ergebnisse kann man sagen das 3D Spiele zwar lauffähig sind aber man die Details deutlich nach unten drehen muss, um das Spiel dann entsprechend genießen zu können. In CPU lastigen Anwendungen kann das MSI jedoch aufgrund des I5 2410 überzeugen.

 

Fazit

Das MSI A6400 weiß zu überzeugen. Wenn man natürlich auch einige kleine Abstriche machen muss. So bekommt man zwar jede Menge Leistung vor allem im CPU-Bereich geliefert jedoch kann man mit dem Gerät nicht ansprechend Spielen, da die integrierte HD 3000 nur grundlegende Aufgaben meistern kann. Allgemein ist es auch schwer das Gerät einzuordnen. Ist es nun eher ein Multimedia Gerät? Wofür aber die dezidierte Grafikkarte fehlt oder doch eher ein Office gerät, wo jedoch der matte Bildschirm fehlt?

Somit ist es also für Benutzer interessant die beides wollen also zuhause Surfen mailen und schreiben möchte und unterwegs sich mit Filmen die Zeit vertreiben möchte.

Besonders gefällt bei dem Gerät, das das Gehäuse auch bei längeren Betrieb relativ kühl bleibt. Jedoch viel Negativ auf das man sich an das Touchpad erst eine Weile gewöhnen muss.

 

Positiv

Tastatur

Sound

Leise und kühl

 

Negativ

Gewöhnungsbedürftiges Touchpad

3D Leistung