Kingston stellt mit HyperX Speichermodul mit 3068 MHz Weltrekord auf

Was vor Jahren noch den fachkundigen Technikfreaks vorbehalten war, ist heute kein Kunststück mehr und wird von fast jedem halbwegs versierten Computerfan zumindest mal ausprobiert: die Taktraten der Computerhardware zu erhöhen, um mehr Leistung als vom Hersteller freigegeben aus den Komponenten zu kitzeln. Das Prinzip ist denkbar einfach: eines der Hauptkriterien, die die Rechenleistung der Hardware ausmacht, ist die Taktfrequenz, mit der die Nullen und Einsen die Bauteile durchlaufen. Erhöht man die Taktrate, so erhöht man auch die Rechengeschwindigkeit. Besonders beliebt ist dieses Vorgehen bei den CPUs und den Grafikkarten. Neben Einstellungsmöglichkeiten im jeweiligen Bios bieten diverser Hard- und Softwarehersteller auch mehr oder minder einfache Programme an, mit denen sich die Taktraten und zu meist auch die Voltzahl verändern lassen. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten. Wird der Takt zu hoch eingestellt, wird das System instabil. Erhöht man die Voltzahl, riskiert man sogar, dass der Chip durchbrennt. Daher sollte man insbesondere letzteres nur dann probieren, wenn man über entsprechende Kenntnisse verfügt und sich des Risikos bewusst ist.

Auch die Hersteller von Grafikkarten haben mittlerweile übertaktete Grafikkarten etabliert. Besonders auffällig ist dies zurzeit bei der NVidia GTX460 zu beobachten. Fast die Hälfte der Modelle arbeiten werkseitig bereits mit erhöhten Taktraten.

Neben dem alltagstauglichen Übertakten, um die Leistung seines PC zu erhöhen, gibt es aber auch Übertaktungsversuche mit nur einem Ziel: einen Weltrekord aufzustellen. Die Kühlung mit Flüssigem Stickstoff ermöglicht enorme Taktratensteigerungen, ist aber für den alltäglichen Gebrauch nicht geeignet. Zudem verkürzen diese Extremtaktversuche das Leben der Komponenten massiv.  Nichts des so trotz erfreut sich dieses Ausreizen der Technik bis zum Äußersten und Ausloten der physikalischen Grenzen großer Beliebtheit bei den technikbegeisterten Hardwarefans.

Neben CPUs und GPUs wird auch immer öfter der Arbeitsspeicher übertaktet. Hier hat Kingston, einer der weltgrößten Speicherhersteller die GamesCom in Köln dazu genutzt, eine neue Bestmarke zu setzen. Hierzu holte sich Kingston die französischen Übertaktungsspezialisten Benjamin Bioux aka ‘Benji Tshi’ und Jean-Baptist Gerard aka ‘Marmott’. Diese erreichten tatsächlich mit Speichermodulen vom Typ Kingston HyperX eine Geschwindigkeit von 3068 MHz und stellten somit einen neuen Weltrekord auf.

Herstellerlink: http://www.kingston.com/hyperx/products/t1_ddr3.asp

Quelle: Pressemitteilung