GTX580 mit 3 GB VRAM

Stetig wachsen die Speichergrößen sowohl bei den Datenträgern als auch bei Cache und Arbeitsspeicher an. Dies gilt auch für den Video-RAM der Grafikkarten. Hat NVidia noch mit ihren “Flagschiffen” GTX480 und GTX580 mit einem Speicherausbau von standardmäßig 1,5 GB die Nase vorn  gehabt, wurde dies seitens AMD kürzlich durch die neuen HD6950 und HD6970 mit standardmäßigen 2 GB überboten. Zwar hat es auch vorher schon vereinzelt Grafikkarten gegeben, von denen es Sondermodelle mit 2 GB VRAM gab, wie die HD5870 oder die GTX460, doch als Standardgröße nimmt die HD6900 hier die Vorreiterstellung ein. Und so war es wohl auch nur eine Frage der Zeit, bis die Boardpartner von NVidia nachziehen würden und eine GTX580 Version mit üppigen 3 GB raus bringen würden. Ein Speicherausbau von 2 GB ist auf einer GTX580 übrigens in Folge der Anbindung von 384 Bit nicht ohne weiteres möglich, hier sind nur Schritte wie 768 MB, 1,5 GB und eben 3 GB möglich. Die HD6900 haben eine Anbindung von 256 Bit und daher muss die Speichergröße hier 512 MB, 1 GB, 2 GB, 4 GB, etc. betragen.

Die ersten GTX580 mit 3 GB wurden von Gainward und Palit vorgestellt, weitere Boardpartner werden wohl bald folgen. Nichts desto trotz ist die HD6900 jedoch derzeit noch immer die Reihe mit dem größten Standardspeicherausbau, da die GTX580 3 GB ein Sondermodell ist und die Standardspeichergröße nach wie vor 1,5 GB beträgt.

Ob der größere Speicher jedoch einen realen Mehrwert bringt, oder nur potentielle Käufer beeindrucken soll, müssen Tests zeigen. Mutmaßlich wirkt sich der Zusatzspeicher nur in wenigen Spielen bei sehr hohen Einstellungen spürbar aus. In den meisten Fällen sollten die 1,5 GB ausreichend sein. Sobald aber SLI oder gar Tripple- oder Quad-SLI zum Einsatz kommen, dürfte die Rohleistung des Verbunds ohne weiteres reichen, um auch mit 3 GB Grafikinformationen in annehmbaren Framezahlen zu rändern. Für Enthusiasten und Fans des absoluten Highends also durchaus eine interessante Entwicklung.

Der Preis dieser Karten dürfte allerdings ebenfalls “Highend” ausfallen. So schlägt die erste gelistete GTX580, der Gainward GeForce GTX 580 Phantom, aktuell mit 559,- € beim günstigsten Anbieter zu Buche, was einen dreistelligen Aufschlag zum günstigsten Modell mit 1,5 GB bedeutet. Allerdings muss man hier auch erwähnen, dass es sich um eine Version mit eigenem Kühlerdesign handelt. Die unwesentlich höheren Taktraten der Karte hingegen rechtfertigen wohl keinen Aufpreis.