SanDisk Ultra Backup – Datensicherung auf Knopfdruck

USB-Sticks sind vielseitig und praktisch. Sie ermöglichen es, große Datenmengen in der Hosentasche mit sich zu führen und können über die USB-Schnittstelle ohne weiteren Aufwand an jeden modernen PC angeschlossen werden. Man braucht keine umständlichen Brennprogramme wie bei CDs, DVDs oder BluRay Medien, sondern kann sie behandeln wie eine lokale Festplatte.

Eine der vielen Funktionen der kleinen praktischen und nur wenige Gramm leichten Sticks ist die Datensicherung. Natürlich kann man Daten auch auf einer sperrigen externen Festplatte oder etwas zeitaufwendiger auf CDs oder Bandspeichermedien sichern, aber der USB-Stick stellt eine einfache und komfortable Alternative da, auf die immer mehr Leute zurückgreifen.

Die Firma SanDisk hat dies erkannt und eigens zu diesem Zweck eine spezielle Reihe von USB-Sticks herausgebracht. Der Name des Sticks lautet bezeichnender Weise Ultra Backup. Wir haben zwei Testsamples dieser Speichermedien ergattern können und wollen einmal näher beleuchten, was diese USB-Sticks von anderen unterscheidet und ob mehr hinter dem Namen steckt, als nur eine bloße Floskel.

In unserer Redaktion ist ein Exemplar mit ordentlichen 32 GB eingetroffen und sogar eins mit stattlichen 64 GB. Letzteres entspricht also von der Speicherkapazität einer kleinen modernen SSD-Festplatte.

Als erstes fällt direkt ein äußerlicher Unterschied zum herkömmlichen USB-Stick auf: eine Taste mit der Aufschrift Backup.

Beim erstmaligen Einstecken in den PC wird automatisch ein Programm zur Einrichtung der Backup-Funktion gestartet, sodass wir uns der Taste später widmen werden.

Ein übersichtlicher Einrichtungsassistent lässt uns in wenigen Schritten festlegen, welche Daten wir denn auf Knopfdruck sichern wollen. Hierzu hat SanDisk bereits einige Ordner vordefiniert: die typischen Windows-Ordner aus den Eigenen Dateien sind vorgegeben, sodass man diese einfach per Häkchen ein- oder ausschließen kann.

Wer diese von Windows vorgegebenen Ordner nicht benutzt oder auch andere Daten sichern möchte, kann dies unter den erweiterten Einstellungen tun.

Auch hier kann man durch Mausklick eine Auswahl treffen. Unter Einstellungen kann man dann noch weitere Optionen wählen. So lassen sich die zu sichernden Daten noch nach Alter und Größe filtern. Auch die Anzahl der Sicherungen lässt sich festlegen.

Interessant dabei ist auch die Funktion des Live Backup. Hier wird jede Dateiänderung automatisch gespeichert. Wenn sie also den Stick im Betrieb haben und wichtige Dokumente wie Briefe oder Präsentationen erstellen, wird jedes Mal wenn sie auf Speichern klicken auch gleich eine Sicherung der Datei auf dem Stick abgelegt.

Nach dem wir nun ausgewählt haben, was wir sichern wollen, entfernen wir den Stick wieder. Jetzt weiß der Stick, welche Daten auf Knopfdruck zu sichern sind. Machen wir also die Probe aufs Exempel. Stick zurück in den USB-Port und ein kurzer Tastendruck auf die Backuptaste und in der Tat, es wird ein Programm gestartet, das sich dezent und unscheinbar in Form eines roten Logos in der rechten unteren Bildschirmecke über der Uhr platziert. Wer jetzt denkt, man kann mit diesem Programm die Datensicherung durchführen: weit gefehlt. Denn diese wurde bereits durch den Tastendruck ausgelöst. Wer weiter nichts möchte, als sein vorkonfiguriertes Backup durchführen, ist also an dieser Stelle bereits fertig und kann den Stick wieder entfernen.

Aber wir wollen wissen, was uns SanDisk da noch liefert.

Ein Klick auf dieses Logo und schon erscheint ein Menü, welches dem Anwender eine Reihe von nützlichen Funktionen bietet. Neben kleinen Spielereien, wie dem Anzeigen der Daten, einem Link auf die SanDisk Internetpräsents, einem Hilfemenü und ähnlichem, ist uns noch eine Funktion ins Auge gefallen. Der Stick entspricht dem U3 Standard, was naheliegend ist, denn schließlich ist SanDisk Mitbegründer des Standards für portable Software. Leider wurden nie wirklich viele Programme für U3 entwickelt und die Website (www.u3.com) wurde schon abgeschaltet. SanDisk und Microsoft arbeiten aber derzeit an einem Nachfolger. Wann dieser jedoch das Licht der Welt erblickt und ob die alten Sticks dann mit dem neuen Standard kompatibel sind, ist uns nicht bekannt.

Neben der reinen Datensicherung ist auch die Datensicherheit wichtig. Auch hier hat SanDisk mitgedacht und stattet seine Backupsoftware gleich mit einer Datenverschlüsselungsfunktion aus. Die Verschlüsselung erfolgt hardwareseitig. SanDisk vertraut dabei auf die AES Verschlüsselung (http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard).

Die Verschlüsselungsstärke beträgt 128 Bit. Ist die Verschlüsselung aktiviert, kann der Zugriff auf den Stick nur noch nach Eingabe des selbst festgelegten Passwortes erfolgen. Aber Achtung! Die U3 Software ist eine reine Windows-Software, weshalb der USB-Stick sich im verschlüsselten Zustand auch nur unter Windows (ab Windows 2000) starten lässt. Unter Linux, Mac OS, Free BSD, etc. funktioniert die Software und somit leider auch die Verschlüsselungsfunktion nicht.

Etwas ist allerdings bei unseren Tests aufgefallen: wir hatten ursprünglich den Stick auf einem Testrechner mit Windows 7 Professional testen wollen, jedoch kam es dabei zu einem Problem. Zuerst erschien zwar ein Autostartfenster, dass uns die Auswahl der U3-Software erlaubte, bei der Auswahl der Software erschien jedoch nur eine Fehlermeldung. Auch der Start aus dem Explorer heraus führte zum gleichen Ergebnis.

Ein Versuch auf einem Rechner mit Windows XP Professional führte ohne Probleme zu den vorgenannten Ergebnissen. Was war passiert? Ist die U3-Software etwa nicht Windows 7 kompatibel? Eine Anfrage bei SanDisk brachte dann schnell die Antwort: Die U3 Software ist älter als Windows 7 und daher sind die älteren Sticks noch mit einer inkompatiblen Version von U3 ausgestattet.

Wie kann man sich davor schützen, an einen Stick mit der alten U3-Version zu geraten? Ganz einfach, die Verpackung ist auf der Rückseite mit den Logos der unterstützten Windowsversionen versehen, dass man schon an der Verpackung erkennt, ob es sich um die alte oder neue U3-Version handelt.

Und was, wenn man doch die alte Version erwischt hat? Natürlich gibt es in Zeiten des Internets wie fast immer auch für U3 eine Updateversion zum Download. Zum Einen bietet U3 selbst eine bequeme Updatefunktion, zum Anderen kann man auch manuell über folgenden Link die aktuelle Version von U3 erhalten:

http://kb.sandisk.com/app/answers/detail/a_id/3682

Da sich unter Windows 7 ja U3 nicht starten lässt, greifen wir also zum Update über den Link.

Die Installationsanleitung auf der SanDisk Homepage ist leicht verständlich und gut bebildert, weshalb wir das an dieser Stelle nicht nochmal extra wiederholen wollen. Allerdings dauert der ganze Vorgang ohnehin nur wenige Sekunden und bedarf keiner aufwendigen Erklärung.

Und tatsächlich, nach dem Update arbeitet die U3-Software auch auf unserem Windows 7 PC einwandfrei. Einzig das Konfigurationsprogramm für die erstmalige Einrichtung muss, im Gegensatz zu Windows XP, manuell gestartet werden.

Mit einer Transferrate von 24,9 MB/s beim 32 GB Stick und 22,7 MB bei der 64 GB Version ist der SanDisc Ultra Backup ein relativ schneller USB-Stick, was bei der Sicherung großer Datenmengen sicher nicht ganz unwichtig ist.

Fazit: Wer einen USB-Stick für eine einfache und komfortable Datensicherung sucht, der sollte sich den SanDisk Ultra Backup auf jeden Fall einmal ansehen. Nach einmaliger Einstellung, was gesichert werden soll, reicht jedes Mal ein einfacher Tastendruck und das Backup wird ohne einen einzigen erforderlichen Mausklick durchgeführt. Auch eine Verschlüsselungsfunktion ist mit an Bord. Zu dem haben die von uns getesteten Exemplare eine sehr große Speicherkapazität mit bis zu 64 GB und eine ordentliche Geschwindigkeit.

Einzige Schwäche an dem Stick wären ggf. die Abmessungen. Der SanDisk Ultra Backup misst 11 mm x 22,15 mm x 72,75 mm. Hier gibt es durchaus kompaktere USB-Sticks, und bei der mitgelieferten U3 Software wird leider nur Windows unterstützt. Hier wäre eine Unterstützung für Mac OS, Linux und Co. noch wünschenswert.

Der Preis für den SanDisk Ultra Backup reicht zum Zeitpunkt unseres Tests von ca. 17,- € für die 8 GB-Variante bis zu stolzen 143,- € für die 64 GB-Version (jeweils günstigstes Angebot laut www.Geizhals.at).

Herstellerlink: http://www.sandisk.com/products/computing-products/sandisk-ultra-backup-usb-flash-drive

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