Das endgültige Aus für Intels Larrabee?
Mit großer Spannung wurde der von Intel bereits im Januar 2007 angekündigte Wundergrafikchip Larrabee erwartet. Es sollte etwas komplett neues werden. Ein Grafikchip der aus einer Vielzahl x86-Kernen, die auf dem Intel Pentium Prozessor basieren, besteht. Er sollte die Grafikverarbeitung revolutionieren. Raytracing sollte eine seiner besonderen Stärken werden. Viel wurde in den einschlägigen Fachforen darüber diskutiert, ob diese neuartige Architektur es mit der klassischen Shaderarchitektur aufnehmen könne oder ihr gar haushoch überlegen sei.
Ende 2009 verkündete Intel dann überraschend das Aus für den Larrabee. Doch schon kurze Zeit später hieß es, Larrabee sei keineswegs tot, sondern würde intern weiterentwickelt. Lediglich die erste Generation wolle man überspringen.
Nun scheint es, als sei der Larrabee endgültig tot und begraben. Bill Kircos, Intel’s Director of Product & Technology PR, schreibt in Intels Blog über die Zukunftsaussichten von Intels Grafikchips. Intel will sich auf die Integrated Graphics Processoren (IGP) in den Chipsätzen bzw. Prozessoren konzentrieren. Man will sparsame integrierte Grafiklösungen anbieten, die für Anwendungsgebiete wie Büroprogramme, Internet und Filme ansehen ausreichen. Auf dem Spielesektor wird Intel wohl auch in absehbarer Zeit keine konkurrenzfähigen Produkte zu NVidia und ATI haben, jedoch hat Intel seit jeher den größten Marktanteil bei den Grafikchips und wird diesen sicherlich auch in Zukunft durch die besagten IGP behalten.
Die Entwicklung des Larrabee wird trotzdem wohl nicht vollkommen vergebens gewesen sein. Die Erkenntnisse aus dieser Entwicklungsarbeit sollen mit in die Multi-Core Entwicklung der x86 CPUs einfließen.
Quelle: http://blogs.intel.com/technology/2010/05/an_update_on_our_graphics-rela.php

